Jeder Schreibwarenhänder, der was auf sich hält, hat einen Pappaufsteller der Marke Filofax in einer strategisch günstigen Position in seinem Laden stehen. Dort werden verschiedenste Innereien für die teure Lederhülle feilgeboten, mit der man sein Leben besser strukturieren können soll.
Als ich ca. in der 11. Klasse war, kaufte ich mir auch einmal einen. In der Theorie fand ich die Idee des Planers recht nett und einleuchtend - in der Praxis jedoch wurden mein Planer und ich nie so richtig warm. Ein Grund war, dass der Planer zu viel unnützes Zeug enthielt - komische Vorlagen die ich nie und nimmer einsetzen würde - aber von den praktischen Sachen - z.B. karierte Blätter - waren immer zu wenig vorhanden. Refills sind ziemlich überteuert und eigentlich unerschwinglich. Ausserdem konnte ich in diesem Ding nicht gut schreiben. Diese Ringung in der Mitte ging mal gar nicht für einen Linkshänder - - und Zettel aus- und wieder einheften, um auf ihnen zu schreiben, ist auf Dauer anstrengend. So wanderte der Planer irgendwann in eine Schublade und machte sich wohl bei einem meiner Umzüge von dannen.
Danach versuchte ich via Post-Its, Schmierzettel, Karteikarten, SMS-Drafts und Moleskines meine paar Gedanken und Termine zusammen zu halten. Mit unterschiedlich gutem Erfolg…
Dann stolperte ich über die d*i*y Planner Templates. Am Anfang schüttelte ich den Kopf. Warum hat sich jemand die Arbeit gemacht, Filofax Vorlagen abzumalen und warum sollte ich die ausdrucken und die auch noch selber lochen, um sie abzuheften? Das kam wie die S/M Version des Filofaxes vor.
Die enthaltenden To-do- bzw. Action-Liste war das einzig Nützliche, fand ich. Daher durfte die A5-Version fortan auf meinem Schreibtisch bei der Arbeit wohnen, zusammengehalten von einem Binder Clip und mich an die zu erledigenden Dinge erinnern. A5, weil es ein handliches Format mit genug Platz zum schreiben, ist.

Kommentare