In Amerika beinflußen Googles Suchergebnisse wohl bereits Einstellungsentscheidungen:
According to the research, released Wednesday, one in five employers finds information about candidates on the Internet, and 59 percent of those said it influences recruitment decisions.
A fourth of human resources decision makers said they had rejected candidates based on personal information found online. Most people, however, remain unaware of the effect their Net reputation can have on their job prospects.
(via news.com)
The internet and its search engines have become so powerful, available and user-friendly that your reputation is becoming defined by what the first 3 pages of yahoo or google search hits turns up. Forget about personal and professional references for making a first impression because the internet search gets done before that.
(via lifehacker)
In meinen Bewerbungsrunden war diese Seite oder andere Web-Inhalte über mich nie ein Thema. Während der Zeit habe ich auch nie jemanden explizit meinen Namen googlen sehen. (Ich hatte mich sowohl in KMUs als auch in großen Unternehmen beworben und immer mit Personalern zu tun. ) Ich denke, in Deutschland muss man sich bei diesem Thema (noch) weniger Sorgen machen.
Obwohl man sich schon genau überlegen sollte was man über sich im Internet so preisgibt! Nicht ohne Grund gibt es hier nie was über meinen Job zu lesen - und wirklich Privates findet hier i.d.R. auch nicht statt. Wer seine Saufbilder ins Netz pustet, sollte sich nicht wundern, dass man ihn für unseriös hält. Aber das sollte ja wohl common sense sein, wie auch schon Kant so eloquent zu sagen wußte:
So sind wir denn in der moralischen Erkenntnis der gemeinen Menschenvernunft bis zu ihrem Prinzip gelangt, welches sie sich zwar freilich nicht so in einer allgemeinen Form abgesondert denkt, aber doch jederzeit wirklich vor Augen hat und zum Richtmaße ihrer Beurteilung braucht. Es wäre hier leicht zu zeigen, wie sie, mit diesem Kompasse in der Hand, in allen vorkommenden Fällen sehr gut Bescheid wisse, zu unterscheiden, was gut, was böse, pflichtmäßig, oder pflichtwidrig sei, wenn man, ohne sie im mindesten etwas Neues zu lehren, sie nur, wie Sokrates tat, auf ihr eigenes Prinzip aufmerksam macht, und daß es also keiner Wissenschaft und Philosophie bedürfe, um zu wissen, was man zu tun habe, um ehrlich und gut, ja sogar, um weise und tugendhaft zu sein.
(Kant - Metaphysik der Sitten)

Sag das nicht, Len ,)
Ich habe letzte Woche noch mit einer Personalerin gesprochen, für die eine Anfrage bei Google, Xing und neuerdings halt auch StudiVZ inzwischen zum Standard bei der Beurteilung eines Bewerbers gehört. War ein KMU, nicht einmal aus der Medien- oder IT-Branche, wo sowas ja schon länger üblich ist, sondern Handwerk.
Und was ist mit Nach-Sauf-Bildern? Obwohl… man erkennt den Betroffenen ja nur an der Schuhgröße!
@jo: Wie gesagt, dass sollte einem ja der gemeinste Menschenverstand sagen, dass in Portalen, die das Kennenlernen und Netzwerken zum Ziel haben, Dummheiten nicht ganz unbeachtet bleiben…
…Obwohl das ja manchmal sogar den Anbietern zu entgehen scheint
@Steffi: Saufbilder? Gibts hier nicht! Und in dem heutigen Bild könnten einer bedauernwerten Person die Füße geschwollen oder die Schuhe gestohlen worden sein. Man weiß es nicht so genau…
Internet-Recherche ist sicher eher die Regel als die Ausnahme.
Dass das in deinem Fall scheinbar nicht passiert ist, liegt evtl. daran dass:
- die Leute ihre HTML-Referer abgeschaltet haben
- oder mal was anderes als Google verwendet haben
Viel problematischer als die Web-Suche ist das Graben in alten Usenet-Postings (groups.google.com). Das geht zurück bis in die 80er Jahre und eine Volltextsuche war damals noch gar nicht absehbar.
Sieh es mal so: Mit den gleichen Mitteln kannst Du auch jede Menge über einen potentiellen Arbeitgeber bzw. Interviewer erfahren.
Brauchst halt so einen Allerweltsnamen wie ich. Da findest Du so viel (selbst wenn Du die Stadt mit angibst), daß die gleich aufgeben können…
ich google auch bei den kandidaten.
ich werde auch nicht selten von den kandidaten ergoogelt bzw. in OpenBC vor dem Gespräch aufgesucht…