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Über Ego-Googlen, Jobsuche und den gemeinen Menschenverstand

03.06.07 | 6 Kommentare

In Amerika beinflußen Googles Suchergebnisse wohl bereits Einstellungsentscheidungen:

According to the research, released Wednesday, one in five employers finds information about candidates on the Internet, and 59 percent of those said it influences recruitment decisions.

A fourth of human resources decision makers said they had rejected candidates based on personal information found online. Most people, however, remain unaware of the effect their Net reputation can have on their job prospects.

(via news.com)

The internet and its search engines have become so powerful, available and user-friendly that your reputation is becoming defined by what the first 3 pages of yahoo or google search hits turns up. Forget about personal and professional references for making a first impression because the internet search gets done before that.

(via lifehacker)

In meinen Bewerbungsrunden war diese Seite oder andere Web-Inhalte über mich nie ein Thema. Während der Zeit habe ich auch nie jemanden explizit meinen Namen googlen sehen. (Ich hatte mich sowohl in KMUs als auch in großen Unternehmen beworben und immer mit Personalern zu tun. ) Ich denke, in Deutschland muss man sich bei diesem Thema (noch) weniger Sorgen machen.

Obwohl man sich schon genau überlegen sollte was man über sich im Internet so preisgibt! Nicht ohne Grund gibt es hier nie was über meinen Job zu lesen - und wirklich Privates findet hier i.d.R. auch nicht statt. Wer seine Saufbilder ins Netz pustet, sollte sich nicht wundern, dass man ihn für unseriös hält. Aber das sollte ja wohl common sense sein, wie auch schon Kant so eloquent zu sagen wußte:

So sind wir denn in der moralischen Erkenntnis der gemeinen Menschenvernunft bis zu ihrem Prinzip gelangt, welches sie sich zwar freilich nicht so in einer allgemeinen Form abgesondert denkt, aber doch jederzeit wirklich vor Augen hat und zum Richtmaße ihrer Beurteilung braucht. Es wäre hier leicht zu zeigen, wie sie, mit diesem Kompasse in der Hand, in allen vorkommenden Fällen sehr gut Bescheid wisse, zu unterscheiden, was gut, was böse, pflichtmäßig, oder pflichtwidrig sei, wenn man, ohne sie im mindesten etwas Neues zu lehren, sie nur, wie Sokrates tat, auf ihr eigenes Prinzip aufmerksam macht, und daß es also keiner Wissenschaft und Philosophie bedürfe, um zu wissen, was man zu tun habe, um ehrlich und gut, ja sogar, um weise und tugendhaft zu sein.

(Kant - Metaphysik der Sitten)

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