Seit mindestens fünf Wochen tönt aus allen meinen Schallwellenübeträgern nur noch Country. Genauer gesagt The Man in Black. Schuld ist meine Lieblingsfrau. Hör doch mal, sagte sie und schaltete die Folson-Live Aufnahme von Johnny an. Irgendwas muss da eingerastet sein in meinem Kopf denn Mr. Cash ist zur Zeit der Einzige der mich mit seiner Musik für länger als fünf Minuten begeistern kann.
Bis dato fand ich nur die The Man Comes Around richtig nett - hauptsächlich wegen des Titelsongs und des NIN-Covers. Aber jetzt wird alles vor und zurück geleiert. Bin gespannt wie lange das noch vorhält.
Und bis dahin muss ich mir keine Sorgen machen, dass der gute Stoff ausgeht…
The Personal File tapes were not the only riches buried at the House of Cash, now closed. The tape archive, Geller says, “was a large walk-in closet with, I like to think, virtually every recording that ever passed through his hands,” including test pressings of Cash’s Sun records and publishing demos by Willie Nelson and Kris Kristofferson. On one visit, Berkowitz noticed towers of unlabeled boxes wrapped in brown paper. Inside were multitrack audio masters from Cash’s ABC TV series, The Johnny Cash Show, including unaired songs by guests such as Bill Monroe, Stevie Wonder and Derek and the Dominos. “It is extraordinary,” says Berkowitz, who is planning future releases of the material [...]
(via Rolling Stone)

Keine Frage, der Mann konnte was. Für die eigene Karrriere in Deutschland hat er wohl leider damals 1983 mit dem “denkwürdigen” Auftritt bei Wetten dass einiges an verbrannter Erde hinterlassen.
Was sagt ein englischsprachiger Bekannter immer, wenn Cashs Cover von “One” läuft: “My nipples get hard when i listen to this .”
So hätt ichs zwar nicht gesagt, but I get the point und stimme zu
Ich bin mal gar nicht schuld. Das ist ja alles nur passiert, weil Du mal wieder in den USA warst und ich aus lauter Einsamkeit ins Kino musste, um mir Walk The Line anzusehen. Seitdem habe ich halt den Dauerohrwurm von Cry Cry Cry…
ach, so war das? von wegen, du hast mir deinen uhrwurm vermacht! und seit dem summe ich immer was von johnny vor mich hin.
Ich war verblüfft und fragte, warum sie das kannte.
“Weil mein Niggerpapa im Knast war, und wenn er nicht James Brown oder Miles gehört hat, dann hat er die Knastplatte von Johnny gehört. ‘Der Sonofabitch ist einer von uns’, hat er immer gesagt. Er hats ich die Platte angehört, wie einer sein Fotoalbum anguckt. Kein Arschloch war so groß, dass Johnny nicht für ihn gespielt hätte, stimmt’s?”
“Keine Ahnung”, sagte ich.
Ihr Hosenanzug aus Leder machte bei jeder Bewegung dieses Geräusch.
“Die alten Nigger auf dem Land hören alle Country, wenn sie nicht gerade Ray Charles oder Al Green hören. Dolly Parton, weil sie große Titten hat, und Johnnny, weil er den Mann in Reno gekillt hat, just to watch him die, und Carl Perkins, weil er den ganzen Tag ‘praise the Lord’ singt. Und jetzt sitz ich hier bei dir im Auto, und der ganze Scheiß ist immer noch da.”
*Cash hat niemanden gekillt”, sagte ich, “und Perkins ist tot.”
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“The beast in me”, S. 240
Ach, summen soll das sein. Ich dachte schon, ich hätte einen Cash-Tinnitus!