Seit drei Tagen regiert die gemeine Gräserpolle mein Immunsystem. Und dort lässt sie es mal richtig rocken! Samstag, bevor meine Tabletten anschlugen hätte ich meiner Notschlachtung wahrscheinlich zugestimmt. Das alberne Nasenspray war wirkungslos und so schnaufte ich wie Darth Vader in einem Todesstern ohne Aufzüge meine Mitwelt an.
Nach einer atemlosen Nacht ging es langsam bergauf. Ich klinge zwar noch vornehm nasal, aber das hechelnde Atemschöpfen konnte ich größtenteils einstellen.
Alle die bis hierhin gelesen haben und sich denken: “Hab ich mal Schwein, weil keinen Heuschnupfen!” denen keuche ich ein diabolisches “Wartets nur ab!” entgegen, denn bis vor drei Jahren habe ich auch noch über meine Mama gegrinst. Aber auf einmal, zackzarapp kam das Niesen im Frühjahr.
Ist bestimmt ne Sommererkältung, liest man ja viel drüber. Ganz bald wieder weg. Echt! Obwohl drei Wochen ist schon irgendwie lang. Und das Augenbrennen. Ob ich wohl zu viel vorm Rechner sitze? Komisch ist schon, dass es draußen besser wird mit dem Luftholen. Na ja, geht bestimmt bald wieder weg…
So war das. Hier ein Ausblick ob der kommenden Leiden aus der wikipedia:
- Niesanfälle, Juckreiz, Brennen und Kratzen, An- oder sogar Zuschwellen der Nasenschleimhaut, wässriger Schnupfen
- juckende, brennende oder tränende Augen, die gerötet sein können, samtartige Schwellung der Bindehäute
- Halsschmerzen, Juckreiz am Gaumen, in den Gehörgängen und der Ohrtrompete (zwischen Hals und Ohren), Speichelfluß
- trockener Hustenreiz, Kurzatmigkeit, Asthma (sogenannter Etagenwechsel)
- Kopplung dieser Symptome an wiederkehrende Zeiten oder Gelegenheiten wie beispielsweise morgens, im Frühjahr, bei warmem Wetter, in der freien Natur oder beim Staubwischen, Verschlimmerung meist bei sonnigem und windigem Wetter, Besserung (nicht immer) bei Regenwetter
- erhöhte Temperatur und Fieber (Heufieber)
- Kopfdruck, Müdigkeit und Konzentrationsstörungen
Klingt ja alles irgendwie scheiße.
Aber im Herbst lass ich mich bestimmt desensibilisieren. Abstumpfung, jetzt auch für gegen Pollen. Noch nen Ritze in meinem Colt der Schmerzfreiheit. Und dann können se mich, die ollen Gräser.

ja, das kenne ich. asthma dazu und ich darf jetzt jeden sommer kortison in nase und bronchen sprühen. damit geht es dann ganz gut. desensibilisieren hätte angeblich in meinem alter keinen sinn mehr…
am meisten in den wahnsinn treibt mich der
“Juckreiz am Gaumen, in den Gehörgängen und der Ohrtrompete (zwischen Hals und Ohren)”
wenn du heraus findest, wie man sich da kratzen kann, dann sag bitte bescheid
Es geht glücklicherweise auch andersherum. Ich hatte nie Probleme mit Heuschnupfen, bis es mich vor 10/12 Jahren auf einmal heftigst erwischte und ich von Mitte Mai bis Ende Juni arg gebeutelt war. Das ging einige Jahre so, Desensibilisierung in Bad Lippspringe brachte nicht so viel, wenn ich auf die Gräserpollen nicht mehr ansprang, dann kam eben was anderes. Seit etwa 6 Jahren hab ich dafür kaum noch Probleme in der Art, ohne das ich es erklären könnte. Hoffe, das bleibt so.
Aber der richtige Hammer ist wohl gerade erst unterwegs …
Mein Chef hat sich auch desensibilisieren lassen. Er meinte es war die Hölle. Jetzt ist er aber dagegen immun. Dafür erwischt es ihn nun, wenn die Birke blüht…
Alles Mist also… mein Beileid!
Hab das auch probiert mit dem Desensibilisieren. Bringt nix. Wird kaum besser und gibt bloß dem Doc Kohle (wenigstens bei mir). Hol Dir irgendeine wirre Immunkrankheit. Dann wird Dein Immunsystem zu schwach und kümmert sich nicht mehr um so’n Scheiß wie Pollen…